Liegt es an der intellektuellen John-Lennon-Brille, dass der Mann einem nie in die Augen schaut? Einen Namen hat er auch nicht, dafür mehrere Pässe...
Mit dem schmalen Kopf, der leicht gebückten Haltung und der gepflegten Ausdrucksweise wirkt er wie ein Kreativer oder ein cooler Lehrer. Aber er ist ein Berufsmörder. Und ein Philosoph: „An allen Händen klebt Blut, an meinen ein bisschen mehr. Bei mir ist es nur klar.“
Diese Erkenntnis ist nicht neu, ungewöhnlicher sind andere Theorien des Killers: „Alles in allem sind Blutsbande die wichtigsten. Das Blut der Leute, die man tötet oder für die man bereit ist zu töten. Das Blut der Leute, mit denen gemeinsam man tötet.“ Der Blonde mit dem zurückweichenden Haaransatz ist kein Unmensch, er hat sogar ein Berufsethos: „Jeder hat das Recht, den eigenen Tod kommen zu sehen.“ Deshalb schießt er ungern aus dem Hinterhalt.
Meistens sind solche Einstellungen bei der Mafia zu finden, die ehrenwerte Gesellschaft scheint ohne Selbstachtung nicht zu funktionieren. „Schlächter mit Ehrgefühl“ titelte einst der Spiegel.
Aber dieser Killer passt nicht ins Schema. Er redet nicht von Ehrgefühl - er scheint überhaupt keine Gefühle zu haben...
Immer mal wieder denkt der Killer - oder sind es die Autoren? - über ein Aufhören nach. Doch die Faszination ist zu groß und dann macht er wieder weiter.
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